NDA Vorlage kostenlos: das vollständige Muster, Klausel für Klausel
Kopieren Sie eine kostenlose NDA Vorlage, einseitig oder gegenseitig, mit Musterwortlaut für vier heikle Klauseln, deutschem Rechtsrahmen und Checkliste.

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Jetzt startenWas diese NDA-Vorlage abdeckt
Diese NDA-Vorlage ist ein vollständiger Text, den Sie kopieren, ausfüllen und noch heute unterschreiben können. Ab Werk ist sie einseitig, mit wenigen Änderungen wird sie gegenseitig. Dazu bekommen Sie, was in jede Lücke gehört, Alternativformulierungen für die vier Klauseln, an denen die meisten Streitigkeiten hängen, und die Punkte, die das deutsche Recht verlangt, wenn eine Person unterschreibt, die für Sie arbeitet.
Gedacht ist sie für den Alltag: ein Lieferantenangebot, ein Pitch vor einem möglichen Partner, eine Freelancerin, die Ihren Code sieht. Bei einem Unternehmenskauf oder einer Lizenz ist sie ein erster Entwurf für Ihre Anwältin. Sie möchten an einem Ort bearbeiten und unterschreiben? In Chaindocs Bibliothek liegen NDA-Vorlagen, die Sie im Browser ausfüllen, gegenseitig und einseitig.
Abschnitt für Abschnitt: was Sie ausfüllen
Jede Lücke der Vorlage steht in eckigen Klammern. Die Tabelle zeigt, was hineinkommt, was der Text vorsieht, wenn Sie nichts ändern, und wann dieser Standard nicht mehr passt. So wird aus einem NDA Muster Ihre Vereinbarung, und es klappt genauso mit jeder anderen Vorlage, die Sie woanders heruntergeladen haben. Meist ändern sich höchstens vier Zeilen.
Zwei Zeilen verdienen mehr Zeit als der Rest. Die Definition vertraulicher Informationen entscheidet die meisten Streitfälle, und die Laufzeit entscheidet mit darüber, ob ein Gericht die Vereinbarung als angemessen liest.
Die NDA-Vorlage, Abschnitt für Abschnitt
| Abschnitt | Was Sie ausfüllen | Standard der Vorlage | Ändern, wenn |
|---|---|---|---|
| Vollständiger Name, Rechtsform und Anschrift beider Seiten | Einseitig: eine Offenlegende und eine Empfangende Partei | Beide Seiten legen Sensibles offen: auf die gegenseitige Fassung umstellen |
| Der Tag, an dem die ersten vertraulichen Informationen übergeben werden | Der Tag des Vertragsschlusses | Die Gespräche liefen schon vor der Unterschrift: das frühere Datum eintragen, damit frühere Offenlegungen erfasst sind |
| Ein Satz dazu, warum Informationen ausgetauscht werden | «Prüfung eines möglichen [Geschäft beschreiben]» | Die Empfangende Partei arbeitet mit den Informationen auch gegen Bezahlung: diese Arbeit in den Zweck aufnehmen |
| Die Kategorien, die Sie tatsächlich weitergeben | Als vertraulich gekennzeichnet oder nach Art und Übergabe erkennbar vertraulich | Die Gegenseite will Gewissheit: nur Gekennzeichnetes, dazu mündliche Hinweise, die binnen 15 Tagen in Textform bestätigt werden |
| Nichts | Öffentlich bekannt, schon vorhanden, eigenständig entwickelt, von einem berechtigten Dritten erhalten | Die Gegenseite verlangt eine Restwissen-Klausel: eingrenzen oder ablehnen |
| Bei zwei Unternehmen nichts | Anordnungen von Gerichten und Behörden, gesetzlich geschützte Meldungen (§ 5 GeschGehG, HinSchG) | Eine Einzelperson unterschreibt, etwa ein Beschäftigter oder eine Freelancerin: Klausel 6A ergänzen |
| Zwei Zeiträume | Austausch 1 Jahr; Vertraulichkeit 3 Jahre nach jeder Überlassung; Geschäftsgeheimnisse, solange sie geheim bleiben | Die Informationen veralten schnell (Pitch-Deck) oder bleiben Jahre nützlich (Quellcode) |
| Frist in Tagen | 10 Werktage, mit Bestätigung in Textform | Backups lassen sich nicht löschen: Die Vorlage lässt archivierte Kopien unter derselben Pflicht schon zu |
| Meist nichts | Unterlassung und Schadensersatz, keine feste Vertragsstrafe | Die Gegenseite will eine Vertragsstrafe: erst den Kasten unter der Tabelle lesen (§§ 339 ff., § 343 BGB) |
| Das anwendbare Recht und das zuständige Gericht | Recht der Bundesrepublik Deutschland, Gerichte in [Ort] | Grenzüberschreitender Deal: ein Recht und ein Gericht wählen, niemals zwei |
Warum diese Vorlage keine Vertragsstrafe nennt
Ein fester Betrag pro Verstoß wirkt hart und scheitert in Formularverträgen oft. Eine Vorlage, die Sie mehrfach verwenden, ist AGB (§ 305 BGB) und wird nach § 307 BGB geprüft, auch zwischen Unternehmen. Der BGH hat in AGB 2.500 Euro je vorsätzlichem Verstoß für unwirksam erklärt, weil die Klausel nicht nach dem Gewicht des Verstoßes unterschied (VII ZR 308/16). Eine unwirksame Klausel wird nicht auf ein zulässiges Maß zurechtgestutzt, sie entfällt, und § 343 BGB hilft Kaufleuten nicht (§ 348 HGB). Die Vorlage setzt deshalb auf Unterlassung und nachgewiesenen Schaden.
Kostenlose NDA-Vorlage: der vollständige Text zum Kopieren
Kopieren Sie alles von der Überschrift bis zu den Unterschriftsfeldern. Text in [eckigen Klammern] ersetzen Sie selbst, und die kursiven Hinweise sagen, zu welcher Fassung eine Zeile gehört; löschen Sie sie, bevor jemand unterschreibt. Die Vorlage ist mit Absicht schlicht: Zwölf kurze Klauseln werden schneller gelesen und unterschrieben als zwölf Seiten.
GEHEIMHALTUNGSVEREINBARUNG
1. Parteien. Diese Geheimhaltungsvereinbarung (die «Vereinbarung») wird am [Datum] (der «Stichtag») geschlossen zwischen [vollständiger Name], einer [Rechtsform] mit Sitz in [Ort, Land], [Anschrift] (die «Offenlegende Partei»), und [vollständiger Name], [Rechtsform oder «einer natürlichen Person»], [Anschrift] (die «Empfangende Partei»). Gegenseitige Fassung: Nennen Sie beide «Partei». «Offenlegende Partei» ist dann die Partei, die eine bestimmte Information offenlegt, «Empfangende Partei» die Partei, die sie erhält.
2. Zweck. Die Offenlegende Partei gibt der Empfangenden Partei Informationen nur zu dem Zweck, dass diese [ein mögliches Liefergeschäft über Bauteil X prüfen] kann (der «Zweck»).
3. Vertrauliche Informationen. «Vertrauliche Informationen» sind alle nicht öffentlichen Informationen, die die Offenlegende Partei der Empfangenden Partei für den Zweck in beliebiger Form überlässt, insbesondere [Preise und Margen, Kundenlisten, Produktplanung, Quellcode und technische Dokumentation], die als vertraulich gekennzeichnet sind oder die ein verständiger Dritter nach ihrer Art und den Umständen der Übergabe als vertraulich erkennen würde. Dazu zählen Geschäftsgeheimnisse im Sinne von § 2 Nr. 1 GeschGehG. Erfasst sind auch Informationen, die vor dem Stichtag für den Zweck überlassen wurden.
4. Ausnahmen. Keine Vertraulichen Informationen sind Informationen, bei denen die Empfangende Partei anhand schriftlicher Aufzeichnungen nachweisen kann, dass sie (a) ohne Verstoß gegen diese Vereinbarung öffentlich bekannt sind oder werden; (b) ihr vor der Überlassung rechtmäßig bekannt waren; (c) von ihr eigenständig entwickelt wurden, ohne die Vertraulichen Informationen zu nutzen; oder (d) ihr von einem zur Weitergabe berechtigten Dritten überlassen wurden.
5. Pflichten der Empfangenden Partei. Die Empfangende Partei wird (a) Vertrauliche Informationen nur für den Zweck nutzen; (b) sie nur ihren Beschäftigten, Auftragnehmern und beruflichen Beratern zugänglich machen, die sie für den Zweck brauchen und zu mindestens gleich strenger Vertraulichkeit verpflichtet sind; (c) sie mit mindestens der Sorgfalt schützen, die sie für eigene vertrauliche Informationen anwendet, und nie mit weniger als angemessenen Geheimhaltungsmaßnahmen; (d) die Offenlegende Partei unverzüglich in Textform informieren, sobald sie von einer unbefugten Nutzung oder Offenlegung erfährt; und (e) Gegenstände oder Software, die Vertrauliche Informationen enthalten, nicht zurückentwickeln, zerlegen oder rückbauen. Die Empfangende Partei haftet für Verstöße von Personen, denen sie Vertrauliche Informationen zugänglich macht.
6. Gesetzliche Offenlegung und geschützte Hinweise. Verlangen ein Gericht, eine Behörde oder das Gesetz die Offenlegung Vertraulicher Informationen, wird die Empfangende Partei die Offenlegende Partei, soweit zulässig, unverzüglich informieren und nur offenlegen, was verlangt wird. Diese Vereinbarung schränkt nichts ein, was das Gesetz erlaubt, insbesondere nicht die Meldung rechtswidriger Handlungen oder von Fehlverhalten nach § 5 GeschGehG und dem Hinweisgeberschutzgesetz. Fassung für Beschäftigte oder Freelancer: Ergänzen Sie den Hinweis aus dem nächsten Teil dieses Leitfadens als Klausel 6A.
7. Laufzeit. Die Offenlegende Partei kann Vertrauliche Informationen nach dieser Vereinbarung für die Dauer von [1 Jahr] ab dem Stichtag überlassen. Die Pflichten der Empfangenden Partei gelten [3 Jahre] ab jeder Überlassung fort; bei Geschäftsgeheimnissen gelten sie so lange, wie die Information ein Geschäftsgeheimnis bleibt.
8. Rückgabe oder Löschung. Innerhalb von [10] Werktagen nach Aufforderung der Offenlegenden Partei in Textform oder nach Ende des Überlassungszeitraums gibt die Empfangende Partei alle Vertraulichen Informationen zurück oder löscht sie und bestätigt dies in Textform. Kopien, die das Gesetz oder routinemäßige Datensicherungen verlangen, darf sie behalten; sie bleiben dieser Vereinbarung unterworfen.
9. Keine Lizenz, keine Pflicht zum Vertragsschluss. Alle Rechte an den Vertraulichen Informationen verbleiben bei der Offenlegenden Partei. Diese Vereinbarung räumt keine Lizenz ein und verpflichtet keine Partei, weitere Verträge zu schließen. Die Vertraulichen Informationen werden ohne Zusicherung ihrer Richtigkeit oder Vollständigkeit überlassen.
10. Rechtsfolgen. Eine unbefugte Nutzung oder Offenlegung kann Schäden verursachen, die sich in Geld nicht vollständig ausgleichen lassen. Die Offenlegende Partei kann daher neben Schadensersatz und allen weiteren gesetzlichen Ansprüchen Unterlassung verlangen und gerichtlichen Eilrechtsschutz beantragen.
11. Anwendbares Recht und Gerichtsstand. Diese Vereinbarung unterliegt dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Ausschließlich zuständig für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit ihr sind die Gerichte in [Ort].
12. Schlussbestimmungen. Diese Vereinbarung ist die gesamte Abrede zu ihrem Gegenstand und ersetzt frühere Gespräche darüber. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform und der Zustimmung beider Parteien. Ist eine Bestimmung unwirksam, bleibt die Vereinbarung im Übrigen wirksam, und an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt, was dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt. Keine Partei darf die Vereinbarung ohne Zustimmung der anderen in Textform übertragen. Sie kann in mehreren Ausfertigungen und mit elektronischen Signaturen unterzeichnet werden; jede Ausfertigung gilt als Original.
Unterschriften
[Name der Offenlegenden Partei] · Von: [Name] · Funktion: [Funktion] · Datum: [Datum]
[Name der Empfangenden Partei] · Von: [Name] · Funktion: [Funktion] · Datum: [Datum]
Musterformulierungen für die vier heiklen Klauseln
Die meisten NDA-Streitigkeiten drehen sich um vier Klauseln. Zu jeder finden Sie hier die Formulierung, die tendenziell verliert, was die Vorlage stattdessen sagt, und eine Variante für den Fall, dass Sie auf der anderen Seite des Tisches sitzen. Behandeln Sie das als NDA-Musterbank: Klausel austauschen, Nummerierung behalten.
Definition vertraulicher Informationen
Die schwache Fassung: «Alle Informationen, die das Unternehmen offenlegt, gelten als vertraulich.» Das klingt sicher und ist es nicht. Eine Definition, die alles erfasst, gibt dem Gericht keinen Maßstab dafür, was die Parteien schützen wollten, und die Gegenseite wird sie als unangemessen angreifen. Dazu kommt: Ob etwas als Geschäftsgeheimnis geschützt ist, hängt nach § 2 Nr. 1 GeschGehG von angemessenen Geheimhaltungsmaßnahmen ab. Eine Pauschalklausel ersetzt keine Maßnahme.
Die Vorlage nennt Kategorien und prüft zweistufig: gekennzeichnet oder erkennbar vertraulich. Die zweite Alternative fängt die Tabelle auf, die jemand nicht beschriftet hat. Empfänger wollen oft lieber Gewissheit als Breite:
Reine Kennzeichnungsklauseln sind für den Empfänger fairer und für eine vielbeschäftigte Offenlegende Partei härter. Wählen Sie die Variante, die Ihr Team wirklich befolgt. Warum die Kategorienliste wichtiger ist als ihre Länge, erklärt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Aufsetzen einer NDA.
Ausnahmen
Die schwache Fassung: gar keine Ausnahmen oder «Informationen, die die Empfangende Partei für öffentlich hält», womit der Empfänger selbst entscheidet. Die Vorlage nutzt die vier üblichen Ausnahmen und verlangt, dass der Empfänger sie anhand schriftlicher Aufzeichnungen belegt.
Achten Sie in Entwürfen größerer Unternehmen auf eine Restwissen-Klausel:
Sie klingt harmlos und kann die ganze Vereinbarung aushöhlen, denn fast alles lässt sich irgendwie im Kopf behalten. Müssen Sie eine akzeptieren, nehmen Sie Quellcode, Preise und Kundendaten ausdrücklich aus.
Laufzeit und Fortgeltung
Die schwache Fassung: «Diese Vereinbarung gilt unbefristet», oder ein einziges Enddatum, nach dem alles veröffentlicht werden darf. Gerichte prüfen eine unbefristete Pflicht strenger, vor allem wenn eine Einzelperson unterschreibt. Die Vorlage arbeitet mit zwei Uhren, dem Überlassungszeitraum und dem Vertraulichkeitszeitraum, und schützt Geschäftsgeheimnisse, solange sie welche sind:
Diese Ausnahme folgt dem Gesetz. Das GeschGehG macht den Schutz davon abhängig, dass der Inhaber angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen trifft, nicht von einem Vertragsdatum. Ein festes Datum sollte den Schutz einer Rezeptur, die noch geheim ist, nicht beenden, und eine ewige Laufzeit nicht die Preisliste vom letzten Quartal erfassen.
Rechtsfolgen
Die schwache Fassung: gar keine Regelung oder eine hohe Pauschale pro Verstoß (siehe den Kasten oben). Die Vorlage hält es kurz und lässt die Offenlegende Partei neben Schadensersatz Unterlassung verlangen:
Ob ein Anspruch besteht, entscheidet das Gericht; die Klausel hält nur fest, dass beide Seiten das Risiko gesehen haben. Bei Geschäftsgeheimnissen setzt das GeschGehG eigene Ansprüche daneben: Beseitigung und Unterlassung (§ 6) und Schadensersatz bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit (§ 10). Der Vertrag ergänzt sie, ersetzt sie nicht.
Wollen beide Seiten ausdrücklich eine Vertragsstrafe, ist der «neue Hamburger Brauch» die übliche Form: Die Höhe legt die Gläubigerin erst nach dem Verstoß nach billigem Ermessen fest (§ 315 Abs. 1 BGB), und das Gericht kann sie auf Billigkeit überprüfen (§ 315 Abs. 3 BGB). Zwingend ist das im kaufmännischen Verkehr nicht (BGH, I ZR 77/12), aber eine Pauschale ohne Staffelung riskiert, dass die ganze Klausel fällt.
Pflichtpunkte nach deutschem Recht: GeschGehG, HinSchG, AGB
Zwischen zwei Unternehmen reicht Klausel 6. Unterschreibt eine Person, die für Sie arbeitet, ein Beschäftigter oder eine Freelancerin, kommen Punkte hinzu, die im Text stehen müssen. Und weil Sie die Vorlage immer wieder verwenden, greift das AGB-Recht.
Geheimhaltungsmaßnahmen: was § 2 GeschGehG verlangt
Das Gesetz schützt nur Informationen, die angemessenen Geheimhaltungsmaßnahmen unterliegen (§ 2 Nr. 1 Buchst. b GeschGehG). Die NDA ist eine solche Maßnahme, aber nicht die einzige: Zugriffsrechte, Kennzeichnung und Schulung gehören dazu. Wer nur unterschreiben lässt und sonst nichts tut, steht im Streitfall schwächer da, als er denkt. Auch das Rückbauen eines rechtmäßig erlangten Produkts ist nach § 3 GeschGehG erlaubt, solange keine Pflicht zur Beschränkung besteht; deshalb enthält Klausel 5 ein Rückbauverbot.
Was keine NDA verbieten kann
Das GeschGehG greift nicht, wenn jemand eine rechtswidrige Handlung oder ein berufliches Fehlverhalten aufdeckt, um das öffentliche Interesse zu schützen, wenn er sein Recht auf freie Meinungsäußerung ausübt oder wenn Beschäftigte der Arbeitnehmervertretung etwas offenlegen, das diese für ihre Aufgaben braucht (§ 5 GeschGehG). Vereinbarungen, die die Rechte hinweisgebender Personen einschränken, sind unwirksam (§ 39 HinSchG). Klausel 6 deckt das ab. Für Beschäftigte und Freelancer fügen Sie als Klausel 6A hinzu:
Eine wiederverwendete Vorlage ist AGB
Wer dieselbe Vorlage für viele Verträge stellt, verwendet Allgemeine Geschäftsbedingungen (§ 305 Abs. 1 BGB), es sei denn, die Bedingungen werden im Einzelnen ausgehandelt. Zwischen Unternehmen prüft das Gericht dann nach § 307 BGB, ob eine Klausel den Partner unangemessen benachteiligt oder nicht klar und verständlich ist; die Klauselverbote der §§ 308 und 309 gelten gegenüber Unternehmern nicht unmittelbar (§ 310 Abs. 1 BGB). Deshalb nennt die Vorlage konkrete Kategorien statt «alles», trennt zwei Fristen und nimmt keine feste Strafsumme auf.
Wettbewerbsverbot gehört woandershin
Eine «Gegenleistung» wie im US-Recht verlangt das deutsche Recht nicht; es genügt eine wirksame Einigung. Wichtiger ist die Abgrenzung: Eine Klausel, die einem Beschäftigten nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses die Arbeit bei Wettbewerbern untersagt, ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot und nur verbindlich, wenn der Arbeitgeber eine Entschädigung von mindestens der Hälfte der zuletzt bezogenen Leistungen zusagt (§ 74 HGB). Halten Sie die NDA eine NDA und regeln Sie das Wettbewerbsverbot gesondert.
Gilt der Deal mit einer US-Partei: Für Beschäftigte und Auftragnehmer verlangt 18 U.S.C. § 1833(b) einen Hinweis auf die Whistleblower-Immunität im Vertrag, sonst entfallen Strafschadensersatz und Anwaltskosten gegen diese Person.
Einseitige oder gegenseitige NDA-Vorlage: was sich im Text ändert
Die Vorlage oben ist eine einseitige NDA-Vorlage, auch unilaterale NDA genannt: Eine Seite legt offen, die andere schweigt. Das passt, wenn Sie einen Auftragnehmer holen, einem Hersteller einen Prototyp zeigen oder Zahlen an einen Investor schicken. Geben beide Seiten etwas Sensibles preis, nehmen Sie die gegenseitige NDA-Vorlage. Die Tabelle nennt jede Klausel, die sich ändert; der Rest bleibt wortgleich. Softwareprojekte bringen eigene Besonderheiten mit, etwa Quellcode und Subunternehmer, die wir im Leitfaden zu NDAs für Software-Dienstleister behandeln.
Einseitige und gegenseitige NDA-Vorlage im Vergleich
| Klausel | Einseitige (unilaterale) NDA-Vorlage | Gegenseitige NDA-Vorlage |
|---|---|---|
Parteien | Eine Offenlegende und eine Empfangende Partei | Zwei Parteien, die jeweils offenlegen und empfangen |
Zweck | Warum die Empfangende Partei die Informationen erhält | Ein gemeinsamer Zweck, etwa die Prüfung eines Joint Ventures |
Vertrauliche Informationen | Die Kategorien der Offenlegenden Partei | Die Kategorien jeder Partei, getrennt aufgeführt, wenn sie sich unterscheiden |
Pflichten | Binden nur die Empfangende Partei | Binden beide Parteien an denselben Sorgfaltsmaßstab |
Rückgabe oder Löschung | Die Empfangende Partei gibt auf Verlangen zurück oder löscht | Jede Partei kann von der anderen Rückgabe oder Löschung verlangen |
Rechtsfolgen | Die Offenlegende Partei kann Unterlassung verlangen | Jede Partei kann Unterlassung verlangen |
Typischer Einsatz | Einbindung von Auftragnehmern, Lieferantenangebot, Investoren-Pitch | Gespräche über ein Joint Venture, Due Diligence beim Unternehmenskauf, gemeinsame Entwicklung |
NDA-Vorlage an einem Ort bearbeiten, versenden und unterschreiben
Chaindocs Vorlagenbibliothek enthält gegenseitige und einseitige NDAs, die Sie im Browser ausfüllen und ohne Toolwechsel zur Unterschrift versenden. Starten Sie im Free-Plan.
NDA-Vorlagen ansehenNDA-Vorlage ausfüllen und unterschreiben
Sieben Schritte vom leeren Muster zur unterschriebenen Kopie, die Sie später belegen können. Die Schritte 3 und 4 kosten die meiste Zeit, der Rest dauert Minuten.
Die Fassung wählen
Listen Sie auf, was jede Seite der anderen im ersten Monat zeigt. Ist eine Liste leer, bleiben Sie beim einseitigen Text. Stehen auf beiden Listen Einträge, stellen Sie mit der Tabelle oben auf die gegenseitige Fassung um.
Parteien und Zweck eintragen
Nehmen Sie den Namen laut Handelsregister (bei Einzelpersonen den bürgerlichen Namen), keinen Markennamen, und die richtige Rechtsform. Formulieren Sie den Zweck als einen Satz, den ein Fremder versteht. «Geschäftsgespräche» ist kein Zweck, «Prüfung eines Liefervertrags für Bauteil X» schon.
Die Kategorienliste ersetzen
Tauschen Sie die Beispiele in Klausel 3 gegen das aus, was Sie wirklich weitergeben. Tipp: Fragen Sie die Leute, die die Dateien verschicken. Sie wissen, ob es um Preise, Zeichnungen oder einen Kundenexport geht.
Die zwei Uhren einstellen
Legen Sie Überlassungs- und Vertraulichkeitszeitraum fest. Lassen Sie die Zeile zu den Geschäftsgeheimnissen unangetastet, denn sie ist der einzige Teil der Laufzeit, der dem Gesetz folgt statt dem Kalender.
Hinweise ergänzen, wenn eine Person unterschreibt
Für Beschäftigte und Freelancer fügen Sie Klausel 6A ein, schreiben kein Wettbewerbsverbot in die NDA und prüfen, ob die Kategorien konkret genug für die AGB-Kontrolle sind. Der häufigste Fehler: eine NDA für zwei Unternehmen für eine Freelancerin wiederzuverwenden, ohne den Vorbehalt für geschützte Meldungen. Geht der Deal an eine US-Partei, kommt der Immunitätshinweis nach 18 U.S.C. § 1833(b) dazu.
Den Text als PDF einfrieren
Nehmen Sie alle Änderungen im Dokument an oder lehnen Sie sie ab, und exportieren Sie dann die Endfassung. Beide Seiten sollen dieselbe Datei unterschreiben, nicht zwei Kopien eines bearbeitbaren Dokuments.
Zur Signatur senden und den Nachweis aufbewahren
Senden Sie die Datei zur E-Signatur, und jede Partei unterschreibt über einen Link. Nach Art. 25 eIDAS darf einer elektronischen Signatur nicht allein deshalb die Rechtswirkung abgesprochen werden, weil sie elektronisch ist, und für eine NDA schreibt das Gesetz ohnehin keine Schriftform vor (§ 126 BGB greift nur, wenn ein Gesetz sie verlangt). In Chaindoc berechnet der Server beim Hochladen den Hash der Datei, schreibt den Hash der Version bei der Veröffentlichung in eine Blockchain und hält den Nachweis jeder unterzeichnenden Person fest, sobald das Signieren abgeschlossen ist. Bei einem PDF mit digitaler Signatur berechnet Chaindocs Verifizierungsdienst für PDFs den Hash neu und vergleicht ihn mit dem in der Signatur versiegelten. Legen Sie die unterschriebene Kopie mit einer Erinnerung für den Tag ab, an dem der Vertraulichkeitszeitraum endet.
Mit der Unterschrift ist der Text eingefroren
Ändern Sie eine unterschriebene NDA nicht, auch nicht für einen Tippfehler. Jede Änderung nach beiden Unterschriften braucht einen kurzen Nachtrag, den beide Seiten unterschreiben, oder eine neue Vereinbarung. Wer das PDF nachträglich bearbeitet, erzeugt eine zweite Fassung, die niemand unterschrieben hat, und im Streit zeigt die Gegenseite genau auf diese Lücke. Klären Sie Definition und Laufzeit vorher per E-Mail und schicken Sie erst zur Unterschrift, wenn nichts mehr zu verhandeln ist.

Den ausgedruckten Entwurf markieren, die Änderungen abstimmen, dann eine endgültige PDF zum Unterschreiben einfrieren.
Word, PDF oder DocuSign: womit Sie anfangen
Woher der Text stammt, spielt weniger eine Rolle als das, was Sie darin ändern. Trotzdem hat jede Quelle ihre Eigenheit.
Wer nach «NDA Vorlage Word» sucht, landet meist bei einer .docx-Datei, und die lässt sich am leichtesten bearbeiten und am leichtesten falsch bearbeiten. Änderungsverfolgung bleibt bis in den Endentwurf erhalten, zwei Personen bearbeiten zwei Kopien, und niemand weiß sicher, welche die Gegenseite unterschrieben hat. Bearbeiten Sie in Word, wenn Sie wollen, aber unterschreiben Sie ein PDF.
Die Suchergebnisse sind voll von Mustern, etwa den Musterverträgen der Industrie- und Handelskammern, und von PDFs aus Forschungseinrichtungen. Für ihre Zwecke sind sie gut gemacht: Ein Kammermuster ist für den Allgemeingebrauch geschrieben, ein Forschungsmuster für den Betrieb des Instituts. Ihren Zweck, Ihre Kategorien und Ihre Laufzeit kennt keines von beiden. Lesen Sie ein Geheimhaltungsvereinbarung-Muster dieser Art als Ideenquelle, aber unterschreiben Sie es nicht unverändert.
Anbieter von E-Signaturen haben eigene Vorlagen. Als wir am 14. Oktober 2026 nachsahen, war das DocuSign NDA Template kostenlos, und Sie füllten es nach der Anlage eines kostenlosen Kontos in DocuSign aus und unterschrieben dort. Das ist praktisch, wenn Ihr Unternehmen ohnehin dort arbeitet, und es verlangt trotzdem Ihre Parteien, Ihren Zweck, Ihre Kategorien und Ihre Laufzeit. Bei Chaindoc ist es ähnlich: Die Bibliothek enthält gegenseitige und einseitige NDAs, die Sie im Browser bearbeiten und versenden, und der Free-Plan deckt 5 Signaturen im Monat ab, ohne Karte.
Eine Vertraulichkeitsvereinbarung-Vorlage aus einer dieser Quellen ist dasselbe Instrument unter anderem Namen. Gerichte lesen die Klauseln, nicht die Überschrift, und deshalb gilt die folgende Prüfung, mit welcher Datei Sie auch beginnen.
Vor dem Versand: letzte Prüfung der NDA-Vorlage
Lesen Sie die ausgefüllte NDA-Vorlage noch einmal so, wie es die Anwältin der Gegenseite täte, und suchen Sie nach einem Ausweg:
- Eckige Klammern, die irgendwo stehen geblieben sind, auch bei den Unterschriftsfeldern.
- Ein Zweck, der so weit ist, dass er fast jede Nutzung erlaubt.
- Kategorien in Klausel 3, die nicht zu dem passen, was Sie wirklich schicken.
- Ausnahmen, die so geändert wurden, dass der Empfänger bestimmt, was öffentlich ist.
- Eine Frist für alles oder gar keine Frist.
- Kein Vorbehalt für geschützte Meldungen, wenn ein Beschäftigter oder eine Freelancerin unterschreibt.
- Zwei anwendbare Rechte oder keines in einem grenzüberschreitenden Deal.
- Ein Stichtag, der bereits erfolgte Offenlegungen verfehlt.
Sickert später etwas durch, müssen Sie die Vereinbarung, den Verstoß und den Schaden belegen. Was eine Klage dafür nachweisen muss, steht in unserem Leitfaden zu Verstößen gegen einen Vertrag. Eine kurze NDA-Vorlage, die diese Liste besteht, nützt Ihnen mehr als eine lange, die es nicht tut.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung
Diese NDA-Vorlage und die Hinweise dazu beschreiben, wie das deutsche Recht Geheimhaltungsvereinbarungen üblicherweise behandelt, und verweisen kurz auf das US-Recht. Eine Beratung zu Ihrem Geschäft sind sie nicht. Verträge mit Beschäftigten unterliegen zusätzlichen Grenzen, andere Länder haben eigene Regeln, und ob eine Klausel hält, entscheidet am Ende ein Gericht. Bei einem Unternehmenskauf, der Lizenz Ihrer Technologie oder allem, wofür Sie klagen würden, lassen Sie den endgültigen Text von einer Anwältin oder einem Anwalt im Land des anwendbaren Rechts prüfen.
Für diesen Leitfaden geprüfte Quellen
Das Lesedatum steht in der Note jeder Quelle, die wir am 14. Oktober 2026 gelesen haben. Gesetze verlinken auf den amtlichen Text bei gesetze-im-internet.de, die Entscheidungen auf die Seiten des Bundesgerichtshofs, EU-Recht auf EUR-Lex und US-Recht auf das Legal Information Institute der Cornell Law School.
- 1.§ 2 GeschGehG: Begriffsbestimmungen · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deGeschäftsgeheimnis: nicht allgemein bekannt, wirtschaftlicher Wert, angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen und berechtigtes Interesse; geprüft 2026-10-14
- 2.§ 3 GeschGehG: Erlaubte Handlungen · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deBeobachten, Untersuchen, Rückbauen und Testen eines Produkts ist erlaubt, solange keine Pflicht zur Beschränkung besteht; geprüft 2026-10-14
- 3.§ 5 GeschGehG: Ausnahmen · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deMeinungsfreiheit, Aufdeckung rechtswidriger Handlungen im öffentlichen Interesse, Offenlegung gegenüber der Arbeitnehmervertretung; geprüft 2026-10-14
- 4.§ 6 GeschGehG: Beseitigung und Unterlassung · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deAnspruch des Inhabers auf Beseitigung und bei Wiederholungsgefahr auf Unterlassung; geprüft 2026-10-14
- 5.§ 10 GeschGehG: Haftung des Rechtsverletzers · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deSchadensersatz bei vorsätzlichem oder fahrlässigem Handeln; geprüft 2026-10-14
- 6.§ 39 HinSchG: Verbot abweichender Vereinbarungen · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deVereinbarungen, die Rechte hinweisgebender Personen einschränken, sind unwirksam; geprüft 2026-10-14
- 7.§ 305 BGB: Einbeziehung Allgemeiner Geschäftsbedingungen in den Vertrag · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deBegriff der AGB: für eine Vielzahl von Verträgen vorformuliert, nicht im Einzelnen ausgehandelt; geprüft 2026-10-14
- 8.§ 307 BGB: Inhaltskontrolle · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deUnangemessene Benachteiligung, auch durch fehlende Klarheit und Verständlichkeit; geprüft 2026-10-14
- 9.§ 310 BGB: Anwendungsbereich · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deGegenüber Unternehmern gelten §§ 308 und 309 nicht unmittelbar, § 307 bleibt anwendbar; geprüft 2026-10-14
- 10.§ 315 BGB: Bestimmung der Leistung durch eine Partei · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deBestimmung nach billigem Ermessen, gerichtliche Kontrolle der Billigkeit (Grundlage des neuen Hamburger Brauchs); geprüft 2026-10-14
- 11.§ 339 BGB: Verwirkung der Vertragsstrafe · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deBei einer Unterlassungspflicht tritt die Verwirkung mit der Zuwiderhandlung ein; geprüft 2026-10-14
- 12.§ 343 BGB: Herabsetzung der Strafe · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deHerabsetzung einer unverhältnismäßig hohen Strafe durch Urteil auf Antrag des Schuldners; geprüft 2026-10-14
- 13.§ 348 HGB: Herabsetzung der Vertragsstrafe · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deDie Vertragsstrafe eines Kaufmanns im Betrieb seines Handelsgewerbes kann nicht nach § 343 BGB herabgesetzt werden; geprüft 2026-10-14
- 14.§ 74 HGB: Nachvertragliches Wettbewerbsverbot · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deVerbindlich nur gegen Entschädigung von mindestens der Hälfte der zuletzt bezogenen Leistungen; geprüft 2026-10-14
- 15.§ 126 BGB: Schriftform · Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.deGilt, wenn ein Gesetz Schriftform vorschreibt; die elektronische Form kann sie ersetzen; geprüft 2026-10-14
- 16.Bundesgerichtshof, Urteil vom 31. August 2017, VII ZR 308/16 · BundesgerichtshofVertragsstrafe von 2.500 Euro je vorsätzlichem Verstoß in AGB, ohne Differenzierung nach dem Gewicht des Verstoßes, nach § 307 Abs. 1 BGB unwirksam; geprüft 2026-10-14
- 17.Bundesgerichtshof, Urteil vom 13. November 2013, I ZR 77/12 · BundesgerichtshofVertragsstrafe in AGB unwirksam, wenn sie auf den ersten Blick außer Verhältnis steht; keine Pflicht zum neuen Hamburger Brauch im kaufmännischen Verkehr; geprüft 2026-10-14
- 18.Verordnung (EU) Nr. 910/2014 (eIDAS), Artikel 25 · EUR-LexEiner elektronischen Signatur darf nicht allein deshalb die Rechtswirkung abgesprochen werden, weil sie in elektronischer Form vorliegt
- 19.18 U.S.C. § 1833: Ausnahmen von den Verboten (Whistleblower-Immunität und Hinweis) · Legal Information Institute, Cornell Law SchoolHinweis in Verträgen mit Beschäftigten über Geschäftsgeheimnisse, Auftragnehmer und Berater eingeschlossen; ohne Hinweis kein Strafschadensersatz und keine Anwaltskosten gegen diese Person; geprüft 2026-10-14
Häufig gestellte Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Chaindoc und sicheren Dokumenten-Workflows.
Ja, sobald beide Parteien unterschrieben haben. Die Wirkung eines Vertrags hängt nicht davon ab, was das Muster gekostet hat. Entscheidend ist der ausgefüllte Inhalt: benannte Parteien, ein konkreter Zweck, eine Definition vertraulicher Informationen mit Ausnahmen und eine Laufzeit, die ein Gericht für angemessen hält. Heikel wird es bei einer kostenlosen Vorlage, die mit noch offenen Lücken unterschrieben wurde. Und weil eine mehrfach genutzte Vorlage als AGB geprüft wird, lohnt es sich, die Klauseln konkret zu halten.
Ja. Kein Gesetz verlangt, dass ein Anwalt eine NDA aufsetzt, und jede Person, die für ihre Seite zeichnungsberechtigt ist, kann eine schreiben. Mit einer Vorlage geht es schneller, weil die Struktur steht und nur der Deal fehlt. Lassen Sie prüfen, wenn viel auf dem Spiel steht: ein Unternehmenskauf, eine Technologielizenz oder Informationen, die Ihnen wirklich schaden würden.
Mehrseitige oder multilaterale NDA. Sie bindet drei oder mehr Parteien in einem Dokument, meist weil alle Informationen austauschen, etwa bei einer Konsortialausschreibung oder wenn ein externer Berater dazukommt. Aus der gegenseitigen Fassung dieser NDA-Vorlage bauen Sie sie, indem Sie die weiteren Parteien ergänzen und jede Pflicht zwischen allen laufen lassen.
In der Praxis ja. Geheimhaltungsvereinbarung, Vertraulichkeitsvereinbarung, NDA und CDA bezeichnen dasselbe Instrument, und ein Gericht liest die Klauseln, nicht die Überschrift. Manche Branchen haben einen Lieblingsbegriff; Hochschulen und Pharmaunternehmen sprechen oft von CDA. Nehmen Sie die Bezeichnung, die Ihr Vertragspartner verwendet, und behalten Sie den Inhalt.
Beides, in verschiedenen Phasen. Entwerfen und verhandeln Sie in Word oder Google Docs, wo die Änderungsverfolgung jede Änderung sichtbar hält. Nehmen Sie dann alle Änderungen an, exportieren Sie ein endgültiges PDF und lassen Sie beide Parteien diese Datei unterschreiben. Wer ein bearbeitbares Dokument unterschreibt, lädt zum Streit darüber ein, welche Fassung vereinbart war.
Weitere Leitfäden zu E-Signaturen und Blockchain
Praxisnahe Leitfäden zu elektronischen Signaturen, Blockchain-Audit-Trails und sicherer Dokumentenverwaltung — passend zum gerade gelesenen Artikel.


